Über das Projekt

Ziel 

Unfallkassen und Berufsgenossenschaften verzeichnen zum wiederholten Male mehr tödliche Wege- als tödliche Arbeitsunfälle im Straßenverkehr als außerhalb des Straßenverkehrs. Sicher in meiner Region - Regio Protect UVT wurde entwickelt, um das besonders hohe Unfallrisiko von jungen Menschen auf ihren täglichen Arbeitswegen zu senken.

Auf Basis polizeilich erfasster Unfälle mit jungen Autofahrerinnen und Autofahrern werden in unserem Projekt fortlaufend deutschlandweit regionale Gefahrenstrecken (Unfallschwerpunkte) identifiziert. Diese Strecken werden in Form von realen Videoaufnahmen und animierten Sequenzen aufbereitet und hier zum Selbstlernen und zur Wissensvermittlung zur Verfügung gestellt.

In Deutschland verunglückten im Jahr 2018 insgesamt 38.007 junge Menschen im Alter von bis zu 30 Jahren bei Arbeits- und Wegeunfällen im Straßenverkehr. Dabei wurden 86 junge Männer und Frauen im Straßenverkehr getötet (DGUV, 2019). Als Präventionsmaßnahme greift Sicher in meiner Region daher das Erkennen von Gefährdungen und Vermeiden von Gefahren anhand der lokalisierten Unfallschwerpunkte auf. Diese werden im Rahmen von Gruppenseminaren und auf dieser Webseite genauer thematisiert. (Für spezifische Informationen zum wissenschaftlichen Hintergrund kontaktieren Sie uns gerne.)

Die regionale Nähe sorgt für Aufmerksamkeit und Betroffenheit. So entsteht eine emotionale Bindung bei jungen Autofahrerinnen und Autofahrern. So zeigt ein Forschungsprojekt aus Brandenburg, dass ein wichtiger Sicherheitsbaustein darin bestehen kann, die Fahrausbildung und -weiterbildung zu regionalisieren. Das heißt, dass Unfallschwerpunkte im eigenen Landkreis, sprichwörtlich vor der Tür, zum Gegenstand des Lernens und Lehrens gemacht werden.

Sicher in meiner Region ist ein Gemeinschaftsprojekt von DVR, DGUV, BGHW, BGHM, BG RCI, BG ETEM, BG BAU und der BG Verkehr in Kooperation mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, des Instituts für Arbeit und Gesundheit (IAG), der IPV GmbH, der TÜV|DEKRA arge tp 21, der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. (BVF). Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des DVR, der DGUV, der BGHW, der BGHM, der BG RCI, der BG ETEM und der BG BAU.

Hintergrund

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres dürfen junge Männer und Frauen ohne Begleitung mit entsprechender Fahrerlaubnis Auto fahren. Auch wenn das Auto als Statussymbol an Bedeutung verloren hat, ist es für junge Menschen immer noch wichtig, um unkompliziert größere Distanzen zurücklegen zu können und damit ein Stück mehr Unabhängigkeit zu erlangen. Es ist auch in vielen Fällen bedeutsam, um zum Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu kommen.

Leider endet manche Fahrt abrupt und schrecklich. Selbstüberschätzung, ungenügende Gefahrenwahrnehmung und geringe Erfahrung sind gewichtige Gründe, die dafür verantwortlich sind. In Deutschland verunglückten im Jahr 2018 insgesamt 38.007 junge Menschen im Alter von bis zu 30 Jahren bei Arbeits- und Wegeunfällen im Straßenverkehr. 86 junge Männer und Frauen wurden dabei im Straßenverkehr getötet (DGUV, 2019).

Mit Sicher in meiner Region haben der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und beteiligte Berufsgenossenschaften eine Maßnahme entwickelt, die das besonders hohe Unfallrisiko junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer absenken soll. Durch regionale Nähe sowie die Verbindung von offline- und online-basiertem Lernen sollen die jungen Menschen ihre Kompetenzen im Bereich der Blickführung und entsprechender Beobachtungsstrategien ausbauen. So können sie Gefährdungen frühzeitig erkennen und Risiken vermeiden.

Datengrundlage

Die hier gezeigten Gefahrenstrecken basieren auf polizeilich erfassten Unfalldaten der jeweiligen Bundesländer.